Geschichte des Kulturhaus Zinnowitz – Kulturelles Leben

Die erste Sommersaison 1953 des FDGB Feriendienstes der IG Wismut in Zinnowitz hatte gezeigt, dass die kulturelle Betreuung der Feriengäste in  Zinnowitz ungenügend war. Es gab nur kleine Säle in den Heimen „Glück auf“ und „Klement Gottwald“.

So wurde beschlossen ein Kulturhauses zu bauen und bereits im Herbst 1953 mit dem Bau begonnen. Schon am 1. Juli 1954 konnte der erste Bauabschnitt beendet und der über 900 Plätze fassende Theater- und Kinosaal zur Nutzung übergeben werden.

Zu Beginn der Saison1956 konnten auch die beiden Seitenflügel des Kulturhaus der „Deutsch-Sowjetischen Freundschaft“ fertig gestellt werden. Hier waren ein Tanzcafe, eine Großküche, eine Speisesaal, eine Bibliothek, ein Schachzimmer, ein Lesezimmer und andere Aufenthaltsräume untergebracht. Waren diese Einrichtung anfänglich nur den Gästen des Feriendienstes zugänglich, konnten in den folgenden Jahren alle Urlauber und Einheimische diese kulturellen Einrichtungen nutzen. Abends fanden Theater- und Kino- und Tanzveranstaltungen statt. Namhafte Künstler aus dem In- und Ausland gastierten in Zinnowitz. Am Tag gab es Veranstaltungen für die Kinder. 1961 wurde der Speisesaal des Kulturhauses vom FDGB-Feriendienst übernommen und zu einer zentralen Verpflegungsstellen für etwa 1000 Urlauber der umliegende Ferienheime und Privatquartiere. 1967 erfolgte der Einbau einer moderne Filmanlage (Totalvision) im Theatersaal. Hier gab es am 27.4.1967 die Filmpremiere zum DEFA-Film „Gefrorene Blitze“, einem Film über die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde. Mit der Inbetriebnahme des Fernheizwerkes konnte das Kulturhaus dann auch im Winterhalbjahr genutzt werden. Zu den Arbeiterfestspiele in den Jahren 1970 und 1980 war das Kulturhaus eine der vielen Spielstätten. Das Kulturhaus wurde 1987 wegen planmäßiger Sanierungsarbeiten geschlossen und sollte zum „Tag des Bergmanns“ 1992 wieder eröffnet werden. Die Sanierungsarbeiten am Kulturhaus wurden aber 1990 eingestellt. Nach Ablauf des letzten Urlauberdurchganges wurde der Feriendienst der IG Wismut aufgelöst. Die Mitarbeiter erhielten ihre Kündigung zum 31.12.1990.

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